Eigenheimervereinigung Pfaffing und Umgebung e.V.
 


 

Die Staude


Der Besitzer der Staudengärtnerei in Eschlbach, Herr Dipl. Ing. (FH) Christian Müller stellte uns einem hochinteressanten Dia-Vortrag nicht nur sich und seine Gärtnerei vor, sondern referierte über Stauden und Gräser, die seine Leidenschaft sind.

Um einen Garten zu konzipieren bedarf es neben viel Arbeit, sehr viel Wissen. So war vielen der Gästen „Stauden“ nur ein ungefährer Begriff. Nun wissen wir allerdings einiges mehr, um unsere Gärten fachgerechter und dauerhaft bepflanzen zu können, denn bei den Stauden handelt es sich um Gewächse, die jedes Jahr wieder kommen und zur rechten Zeit auch geteilt werden können.

Was sind eigentlich „Stauden“? Das war die Einleitung des informativen Dia-Vortrags, zu dem sich zahlreiche Gäste eingefunden haben. Professionell und gekonnt, mit viel Sachverstand und Herzblut führte uns Christian Müller durch (s)ein Labyrinth der Gartenpflanzen, speziell den Stauden und Gräser. Doch auch andere Gartengewächse hatten in diesem Vortrag ihren Platz.

Stauden bilden kein Holz und ziehen sich im Herbst zurück. Das unterscheidet die Staude von den anderen Gattungen. So reicht der Wuchs von Gras bis Busch, von bodendeckend bis mannshoch. Welche Art nicht nur schmückt und das Auge erfreut liegt auch am Standort und der Bodenbeschaffenheit. Alle Facetten zu betrachten füllte Bücher und lässt viel Spielraum in der Gestaltung. Große oder kleine Blätter, bunt, einfarbig oder auch mehrfarbig, gleichmäßige Zeichnung oder, oder, oder. Für jeden Geschmack lässt sich hier etwas finden. Und jedes Jahr kommen neue Züchtungen auf den Markt um das Gärtnerherz noch mehr zu faszinieren.

Bei dieser Vielfalt ist es ratsam einen Fachmann an der Hand zu haben um keine unliebsamen Überraschungen erleben zu müssen.
Als kleine Hilfe überließ uns Herr Müller eine Liste, in welcher eine stattliche Auswahl von geeigneten Stauden und Gräser aufgeführt sind die sich für die unterschiedlichsten Standorte (Sonne / Schatten, trocken und feucht)bewährt haben. So sind hier Prachtstauden, Stauden für den Kies- und Steingarten, Stauden für feuchte Standorte, Bodendecker, Trogbepflanzung und Gräser besprochen. Aber auch Stauden für Problemstandorte wie dem „trockenen Schatten“ sind dabei.

Sogenannte „Blenderstauden“, gemeint sind hier Pflanzen die eine Übergangszeit lang prächtig blühen (in kommenden Jahren jedoch an Blühfreudigkeit und Wachstum verlieren), damit bei langsam wachsenden bzw. später blühenden Stauden, keine kahlen Stellen im Garten entstehen können, findet man auch in der Liste. Diese Pflanzen setzt man häufig bei Neuanlagen ein.
Gräser sind eine zusätzliche Bereicherung für jeden Garten. Gartenpartien und Staudenbeete lockern sie optisch auf, sie verleihen Struktur und setzen Akzente im Winter. Geeignet sind sie auch sehr gut für Trogbepflanzungen. Gräser benötigen wenig Pflege, haben stets eine gute Wirkung und erst im Frühjahr sind sie eine handbreit über dem Boden zurückzuschneiden.

Überwältigt von so viel interessantem wollte fast jeder sofort los um alles in Natura anzusehen bzw. in die Tat umzusetzen. Kurz, ein gelungener Vortrag!

Wer mehr wissen und erfahren möchte, wende sich doch bitte an unsern Vorstand, Hans Gralka oder natürlich auch an Christian Müller.

www.stauden-müller.de

 

 

Dietmar Kaaserer