Eigenheimervereinigung Pfaffing und Umgebung e.V.
 



Bierkellerführung am 16.10.2010

(Schulaufsatz von Hubert Gralka)


Am Samstag, den 16. Oktober 2010 waren meine Familie und ich mit den Eigenheimern in den Sommerbierkellern in Wasserburg.

Zuerst waren wir in einem Raum, wo uns eine Frau erstmal Bilder von den Bierkellern zeigte. Dann zeigte sie uns eine Skizze auf der Leinwand und erklärte uns: Die weißen Gänge, die Sie sehen, werden Sie nachher in der Führung sehen, aber die rot markierten Gänge können sie leider nicht sehen, denn sie sind dem Bau des Parkhauses zum Opfer gefallen.

Nachdem der Vortrag zu Ende war, folgten wir unserem Führer hinein in die Bierkatakomben. Es ging immer tiefer in den Berg hinein, zugleich wurde es auch immer kälter.
Der Führer erklärte uns, dass im Sommer das Bierbrauen verboten war, weil das Bier bei den warmen Temperaturen sehr schnell schlecht und die Menschen davon krank wurden. Um auch im Sommer kühles, frisches Bier zu haben, war es nötig, das Bier im Winter zu brauen und möglichst kalt einzulagern.

Wir kamen in einen Raum, in dem originale Eisschneidewerkzeuge ausgestellt waren. Mit diesen wurde im Winter auf den umliegenden Seen Eis gewonnen und in die Bierkeller gebracht. Am Ende der Keller im Berginneren wurden Kamine an die Oberfläche gezogen. Da warme Luft nach oben steigt, wurde beim Öffnen der großen Eingangstore im Winter die kalte Luft bis in den hintersten Winkel gesogen. Um die Kühle auch im Sommer zu haben, mussten die Kellerburschen durch einen kleinen, engen Gang in den Keller.
So konnte das ganze Jahr über gebraut werden.

Bei ständiger Kälte und Feuchtigkeit, mit unzureichender Kleidung und beim Schein von maximal drei Kerzen pro Keller war das eine sehr schwere Arbeit.

Noch ganz beeindruckt von der Führung fuhren wir in die Landwirtschaft nach Staudham, wo wir uns noch eine gutes Essen genehmigten.

Kleiner Filmbeitrag
Wasserburger Bierkatakomben