Eigenheimervereinigung Pfaffing und Umgebung e.V.
 


 

Fachvortrag „Bau und Nutzung eines Hochbeets“

 


Erwin Ries, der stellvertretende Landesvorstand, hielt am 09.02.2012 im Pfaffinger Hof ein Referat zum Thema „Bau und Nutzung eines Hochbeets“ und eröffnete damit die diesjährige Fachvortragsreihe.

 

 

 

 


Eingangs gab er eine am 5. Mai stattfindende Veranstaltung in Weihenstephan für Jugendliche bekannt. Die Teilnehmer können die Pflanzen anschließend mit nach Hause nehmen.

Zuerst wurden die Vorteile des Hochbeets herausgestellt.
Diese wären:
Rückengerecht (bei besonderer Ausführung sogar Rollstuhlgeeignet);
durch die Verrottungswärme früherer Anbau;
die Pflanzen trocknen leichter ab, was zur Vermeidung von Pilzbefall dienlich ist.

Die Abmaße sind individuell. Man sollte darauf achten, von beiden Seiten bis in die Mitte des Beets greifen zu können und die Höhe ca. hüfthoch zu wählen.
Es sollte eine befestigte, umlaufende Gehfläche mit einberechnet werden, um trockenen Fußes die Ernte einbringen zu können.

Die Umrahmung kann aus verschiedenen Materialien wie z.B. Naturbelassenes Holz, Druckimprägniertes Holz, Betonplatten, Blech, Stein (Trockenmauer, Ziegelstein etc.), Plastik erfolgen.

Vorteile von Stein: witterungsbeständig, fäulnisresistent und gute, temperaturisolierende Eigenschaften.

In allen Fällen heben Sie eine 20 bis 30 cm tiefe und ca. 130 cm breite Grube aus. Damit Eindringlinge wie Wühlmäuse und Maulwürfe keinen Schaden im Hochbeet anrichten, sollte der Boden mit engmaschigem, verrottungsfestem Drahtgitter ausgelegt werden.

Eine Auskleidung der Innenseite des Hochbeets mit Folie ist speziell bei Holz und Steinumrahmungen sinnvoll da dadurch das verrottende Füllmaterial nicht mit dem Rahmen in Kontakt kommt.
Wenn der Rahmen stabil steht, wird er in 3 Schichten aufgefüllt.

 

 

 

 


Zuunterst grober Baum- und Strauchschnitt. Damit das darauf aufgeschichtete Material nicht durchrieselt wird diese Schicht am besten mit umgedrehten Grassoden abgedeckt. Darüber füllen sie Laub, gehäckselten Strauchschnitt und ähnliches. Nun wird das Beet mit Erde, gemischt mit Kompost, Gartenerde bis zum Rand gefüllt.
Jede Schicht ist üblicherweise 25 bis 40 Zentimeter hoch und wird etwas verdichtet.

Über die Jahre verrotten die Pflanzenreste im Hochbeet, wodurch das Erdreich absackt. Deshalb ist es vor dem erneuten Bepflanzen eventuell notwendig, das Beet mit Kompost erneut aufzufüllen.
Nach 5 bis 6 Jahren sind die Nährstoffe im Hochbeet so weit aufgebraucht, dass man die Beetfüllung komplett austauschen sollte. Das organische Material hat sich in diesem Zeitraum so weit zersetzt, dass die im Boden enthaltenen Nährstoffe weitgehend aufgebraucht sind.

Weitere und ergänzende Informationen erhalten sie über Hans Gralka oder über untenstehende Links.
Wir wünschen ihnen viel Spaß und Erfolg beim Bau und der Ernte.


Quellen und Links:
http://magazin.gartenzeitung.com/Der-Nutzgarten/Hochbeet-Anleitung-Bauanleitung.html
http://magazin.gartenzeitung.com/Selber-machen-und-herstellen/Bauplan-fur-ein-Hochbeet.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Hochbeet
http://www.hochbeet.net/
http://www.mein-schoener-garten.de/de/gartenpraxis/nutzgarten/gemueseanbau-im-hochbeet-22492

Nach einer kleinen Pause wurde das Thema „Neuerungen der Trinkwasserverordnung“, die seit 1. November 2011 gültig ist, von Herrn Ries erläutert und Fragen beantwortet

Auch hierzu erhalten sie weiterführende Informationen über Hans Gralka oder hier.

 

 

Dietmar Kaaserer