Ausflug Bodensee

01. - 03. August 2014

Aufgrund der unsicheren Wetterverhältnisse in Bayern starteten wir am Freitag, 01.08.2014 mit einem etwas unwohlen Gefühl pünktlich um 07.00 Uhr von Rosenheim in Richtung Bodensee. Wir fuhren nicht auf dem schnellsten Weg, sondern durch herrliche Allgäuer Landschaften und dem Tannheimer Tal bis wir am Alpsee bei Immenstadt Mittagspause machten, zugleich verbunden mit einem kleinen Spaziergang am See, Kaffee und Kuchen oder nur einer halben Bier.

Bitte auf den laufenden Pfeil rechts in der Mitte des Bildes drücken!

Gegen 15.30 Uhr bezogen wir unsere Zimmer in Weingarten, ca . 30 km nördlich des Bodensees. Eine kurze Dusche, denn schon um 17.00 Uhr war Abendessens-Zeit. Die Vorstellung in Bregenz war für 21.00 Uhr angesagt, und die Fahrt dorthin dauerte 1,5 Stunden, also Abfahrt 19.00 Uhr. Es hat alles wunderbar geklappt, alle waren pünktlich. Voller Spannung erwartete dann jeder die Aufführung.

Und wir wurden nicht enttäuscht!

Eine Schallplatte mit der berühmten Arie der Königin der Nacht „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ wurde vor über 30 Jahren von der NASA an Bord zweier Raumsonden ins All geschickt, um damit vielleicht eines Tages außerirdische Opernfreunde mit diesem Lied zu beglücken…!

Wir haben es hier und heute schon erfahren!    

 

DIE ZAUBERFLÖTE beinhaltet die bekanntesten Arien der klassischen Musik.
Bekannte Melodien, vertraute Themen, lustige Identifikationsfiguren, eine spannende Geschichte, Bösewichte, Rätsel, Liebe – und ein Happy End.

DIE ZAUBERFLÖTE bietet das alles. Nicht nur daher freuten wir uns sehr, dass wir die Inszenierung von David Pountey auf der Bregenzer Seebühne gesehen haben. Es war für ihn ein triumphaler Abschied, denn er beschließt mit der "Zauberflöte" eine Rekordsaison bei den Bregenzer Festspielen.

Phantastische Kostüme und ein beeindruckendes Bühnenbild mit immer wieder neuen Über-raschungen komplettierten einen wunderschönen Abend, bei dem sich auch das Wetter von seiner besten Seite zeigte.

Der Wettergott muss ein „Eigenheimer“ sein!

Fazit: Es war ein gelungener Abend, auch wenn unsere Knie unter der engen Bestuhlung litten. Todmüde kamen wir dann nach Mitternacht im Hotel an und fielen nach einem anstrengenden Tag ins Bett.

2. Tag

Blumeninsel Mainau:

Der Inselplan beginnt mit dem schönen Satz: Gönnen Sie sich eine Auszeit und genießen Sie an einem sonnigen und heißen Sommertag einen ruhigen Spaziergang über die Insel. Wir haben von Unteruhldingen Kurs auf „Die Mainau“ genommen und diese Empfehlung angenommen..

Auf der Insel explodiert die Farbenpracht der sommerlichen Blüten. Auf einer Rundtour zum Schloß können sich Hobbygärtner Inspirationen und Tipps holen.

Der Name „Mainau“  hat Klang. 85 Prozent der Deutschen kennen den 45 Hektar großen Molassekalkfelsen am westlichen Ende des Bodensees. Palmen, Blumen und See, dafür kennt man sie. Ebenso wichtig: Eine gewisse Portion Adel, die gut erträglich ist. Denn Familie Bernadotte darf wegen der direkten Verwandtschaft zum schwedischen Königshaus durchaus als „Attraktion“ der Mainau bezeichnet werden.

Ein Höhepunkt des Mainau-Tages ist sicherlich ein Besuch im zweitgrößten Schmetterlingshaus Deutschlands. Beim Rundgang durch die exotische Landschaft mit einzigartiger Vegetation kommt echtes Tropenfeeling auf.

Bei einer ca. 90%igen Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 25°C und 30°C kann man frei fliegende tropische Tagfalter aus Afrika, Asien, Mittel- und Südamerika in ca. 120 verschiedenen Arten bestaunen.

Hinterher kommt man sich vor, als wäre man im Regenwald gewesen und ein kühles Getränk kommt dann gerade recht.  

Aufgrund der sehr edlen Trauung von „Anne & James“ in der St. Marien-Schloßkirche war uns leider der Zutritt verwehrt. Aber der Anblick dieser vornehmen Gesellschaft war auch interessant und amüsant.

Nachmittags brachte uns das Schiff  zurück nach Meersburg. Wir erlebten eine sehr ausführliche, geschichtliche Führung durch die Stadt.  Auf einer Zeitreise erfuhren wir, dass das Konstanzer Konzil in diesem Jahr zum 600. Mal gefeiert wird. Wir lernten, dass damals die Einheit der Kirchen wieder hergestellt wurde und zugleich ein Papst gewählt wurde.

Die besonders reizvolle Lage Meersburgs, gebaut an einen steilen Rebhang direkt am See, zog schon vor Jahrhunderten die Menschen an. Angeblich errichteten schon die Merowinger die erste Burg, deren mittelalterliche Anlage noch heute das Stadtbild von weitem prägt.

Den Konstanzer Fürstbischöfen verdankt die Stadt ihre barocke Silhouette. Sie bauten prachtvolle Schlossanlagen, an deren Gestaltung der damals schon berühmte Barockarchitekt Balthasar Neumann beteiligt war.Wir aber ließen den Besuch mit einem kurzen Aufenthalt an der Seepromenade ausklingen.


3. Tag Dornier Museum Friedrichshafen:

Der Traum vom Fliegen - Das Dornier Museum Friedrichshafen widmet sich in seiner Dauerausstellung einer Reise durch 100 Jahre Luft- und Raumfahrtgeschichte. Pionierleistungen, die die Welt in Staunen versetzte. Ein Flugzeughangar auf einer Ausstellungsfläche von 5.000 qm beherbergt knapp 400 Exponate, darunter zahlreiche Originalflugzeuge, ein Originalhubschrauber und 1:1 Nachbauten, wie das legendäre Flugboot Dornier Wal N25 und das Flugzeug Dornier Merkur.  Für Technikbegeisterte und Freunde der Luftfahrt ist das Dornier-Museum auf alle Fälle einen Besuch wert..

Es feiert im Jahr 2014 das Jubiläum „100 Jahre Dornier".


Durch die Lage direkt am Flughafen Friedrichshafen stellt sich schnell der Bezug zur akuten Realität ein. Das Museum ist gut aufgebaut und die Architektur des Museums ist sehenswert.

Nach unserem Mittagessen im Museumsrestaurant DoXX mit Sicht auf ständig startende und landende Zeppeline und Düsenjets vom Flughafen Friedrichshafen fuhr uns unser Bus zum Hafen, wo bereits die Seeschwalbe, unser Mahagonischiff wartete. Während der einstündigen Fahrt (nur für uns!) war immer ein Blick auf das Regenradar wichtig. Das Unwetter war angesagt für 14.20 Uhr, aber wie ein Wunder, es zog nicht weiter, sondern hing in der Schweiz fest und so war unsere Fahrt die volle Zeit ohne Regentropfen.


Auch auf der Heimfahrt blieben wir verschont. Erst nach der Ankunft in Rosenheim kam der große Regen, dafür aber heftig.

Alles in allem, eine gelungene Reise.

Ein Dank gilt unserem Reiseleiter Manfred Sobotta und vor allem unserem Fahrer Karli, der uns überall sicher ans Ziel gebracht hat. Und nicht zu vergessen ein Dank an unseren Haus- und Hof-Fotografen Erich Busse, der uns immer wieder die schönsten Bilder präsentiert!

Gerne wieder!