Eigenheimer- und Gartenbauverein

Herzlich willkommen beim

Eigenheimer- und Gartenbauverein

Wörth an der Isar e.V.

 


Mitte der fünfziger Jahre entstanden in Wörth die ersten größeren Wohnsiedlungen. Wer die Vorteile eines Gartenbauvereins nutzen wollte schloss sich zu dieser Zeit dem Gartenbauverein der Nachbargemeinde Niederaichbach an. Zunehmend wurde der Ruf nach einem eigenen Gartenbauverein immer größer. Treibende Kraft aus den Wörther Reihen war Otto Schwarz, der aus München zuzog, und bereits Einzelmitglied im Siedlerbund war. Er und seine Ehefrau, Mariele Fink, weilen leider nicht mehr unter uns.. Er motivierte besonders seine Nachbarn in der Blumenstraße dem Bayerischen Siedler- und Eigenheimerbund beizutreten. So waren bis 1963 bereits 19 Familien dem Siedler- und Eigenheimerbund als Einzelmitglied beigetreten. Es war nun an der Zeit diese Einzelmitglieder zusammenzubringen und zur Gründung eines Wörther Vereins zu motivieren. So kam es, dass am 08. Dezember 1963 der Bayerische Siedler- und Eigenheimerbund diese 19 Mitglieder zu einer Versammlung einlud.

Am 08. Dezember 1963 folgten 8 Einzelmitglieder und 6 Gäste der Einladung in die Gaststätte „Schlossschänke“, so die Chronik. Herr Hofbauer vom BSEB leitete die Versammlung und erläuterte den interessierten Anwesenden die Vorteile eines eigenen Ortsvereins unter dem Dach des Siedlerbundes. Besonders erwähnte er dabei die Anschaffung von Gemeinschaftsgeräten, die Möglichkeit bei Firmen verbilligte Einkäufe zu ermöglichen, Vorträge zu verschiedenen Themen rund um Haus und Garten zu veranstalten, so schreibt es das Protokoll. Wie die Gründungsmitglieder sicherlich bestätigen können, war Herr Hofbauer nicht nur sehr redegewandt, sondern er brachte vor allem auch seine innere Überzeugung anschaulich an die Zuhörer rüber. Von den Vorteilen überzeugt, entschlossen sich die Anwesenden zur Gründung unseres Ortsvereins mit dem Namen:

„Eigenheimerverein Wörth/Isar im Bayerischen Siedler- und Eigenheimerbund“.

Als erste Vorstandschaft wurden gewählt:

1. Vorstand: Josef Klaus

2. Vorstand: Max Unterholzner

Kassenwart: Maria Hiltmaier

Schriftführerin: Christa Geisler

Revisoren waren: Josef Kühberger und Josef Daffner [Seite]

Der Monatsbeitrag wurde auf 1,- DM festgelegt. Aber lachen Sie nicht, damals hat man auch für 1 DM noch etwas bekommen, auch wenn sicherlich davon noch ein nicht unerheblicher Teil an den Siedlerbund abzuführen war. Große Sprünge waren aber damit nicht zu machen.

Bereits am 16. Februar 1964 erfolgte die erste vom Verein selbst einberufene Versammlung mit Neuwahlen. Josef Klaus wurde dabei als 1. Vorstand bestätigt, Karl Aschenauer wurde sein Stellvertreter, Maria Retzer übernahm von Christa Geisler die Aufgabe der Schriftführerin und Christa Geisler übernahm die Kasse. Als Revisoren stellten sich Hermann Robl und Albert Sommer zur Verfügung.

Natürlich war auch Herr Hofbauer vom Siedlerbund als Ehrengast geladen und er brachte eine Obstbaumspritze als Geschenk mit. Dies führte dazu, dass kurzer Hand Erich Gahr zum Spritzenwart ernannt wurde.

1964 entschloss man sich eine ausziehbare Leiter zu beschaffen. Dazu mussten alle Mitglieder neben dem Monatsbeitrag noch einmalig 5,- DM zuschießen.

1965 hat der noch junge Verein bereits seine Stärke gegenüber dem Verband demonstriert und den Namen in „Eigenheimer- und Gartenbauverein Wörth . a. d. Isar“ geändert. Der Bayerische Siedler- und Eigenheimerbund hatte dies überhaupt nicht begrüßt, wie aus einem Protokoll vom 04. Juni 1965 hervorgeht. Die Wörther waren eben schon damals gegen die Großen in München aufmüpfig.

1966 übernahm Xaver Gruber das Amt des 1. Vorstandes. Im März 1967 zählte der Verein bereits 61 Mitglieder und so konnten die ersten 5 Ruhebänke im Gemeindebereich aufgestellt werden, 3 Stück an der Isar, eine an der Flurstraße und eine beim Obermeier.

Im Februar 1968 wurde beschlossen den Monatsbeitrag auf 1,20 DM zu erhöhen und Erich Gahr stieg vom Spritzenwart zum Gerätefachwart auf. Vier Jahre später wurde der Beitrag auf 1,50 DM angehoben.

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Am 27. Oktober 1974 hatte der Verein bereits 10 Jahre auf dem Buckel, was natürlich ausgiebig gefeiert wurde. Neben den Mitgliedern konnte Josef Klaus als 1. Vorstand, den damaligen Bürgermeister Max Maier, Herrn Heimkes vom Siedlerbund und die Nachbarvereine aus Reichersdorf und Niederaichbach begrüßen. Neben den üblichen Ansprachen wurden die Gründungsmitglieder besonders geehrt. Bei einer Tombola konnten die Mitglieder Nützliches für Haus und Garten erwerben. Max Maier überreichte dem Verein drei Spaten der Gemeinde. Wenn Sie allerdings die zahlreichen Arbeitseinsätze des Vereins für die Gemeinde berücksichtigen, so dürfte von den Spaten nicht mehr viel übrig sein.

Ab 1976 wurde dann von monatlicher auf jährliche Beitragszahlung umgestellt und ein Jahresbeitrag von 22,- DM beschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 85 aktive und 27 fördernde Mitglieder. 1974 plante wohl die Gemeinde die Kanalisierung des Ortes. Da dabei natürlich alle Hausbesitzer betroffen waren, organisierte der Verein dazu eine Informationsveranstaltung, die mit großem Interesse verfolgt wurde.

Am Rande eines Vereinsausfluges nach Wien im Mai 1981 wurde Frau Maria Stelzenberger als 100. Mitglied aufgenommen und am Anfang 1982 wurde der Beitrag auf 24,- DM pro Jahr festgelegt. Wenn Sie jetzt der Meinung sind der Verein erhöhe ständig den Beitrag, so müssen Sie bedenken, dass von den 24,- DM damals 20,40 DM an den Siedlerbund abzuführen waren. Damit wurde letztendlich die Siedlerzeitung und die Grundstückshaftpflichtversicherung und die übrigen Leistungen des Dachverbandes bezahlt.

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Am 15.10.1983 konnte das 20-jährige Vereinsjubiläum gefeiert werden. Ein Tag der für den damaligen 1. Vorstand Hans Multhammer noch eine weitere Bedeutung hatte. Die eingeweihten Mitglieder warteten geduldig bis es Mitternacht wurde um Ihrem 1. Vorstand zum Geburtstag gratulieren zu können.

Am 12.10.1988 wurde erneut gefeiert. Der Verein bestand nun ein viertel Jahrhundert.

1989 gewann der Verein erstmals die Dorfmeisterschaft im Stockschießen. Mit 14 : 6 verwiesen die Gartler die Isartaler Schützen auf Rang zwei.

Im September 1992 kam es zu einer drastischen Beitragserhöhung. Der Jahresbeitrag stieg von 24,- DM auf 30,- DM. Aber vergessen Sie dabei bitte nicht, dass bis zu diesem Zeitpunkt 10 Jahre lang keine Erhöhung erfolgt war und der an den Siedlerbund abzuführende Anteil auch gestiegen war.

1993 wurden Familie Bieler als 200.tes Mitglied, 1997 Familie Bürgel als 250tes Mitglied und in 2002 Renate Stelzenberger als 300tes Mitglied aufgenommen.

1995 übernimmt Alois Hofbauer die Funktion des 1. Vorsitzenden von Josef Klaus.

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Im November 2002 fassten die Mitglieder den Beschluss, den Verein in die Rechtsform des eingetragenen Vereins zu überführen. Damit wurden die Weichen für die gesicherte Weiterentwicklung des Vereins gestellt. Seitdem trägt der Verein den Zusatz e.V..

Im März 2012 übergibt Alois Hofbauer nach 17 Jahren sein Amt als 1. Vorsitzender an seinen langjährigen 2. Vorsitzenden Erwin Osen.

Am 28.09.2013 feiert der Verein zusammen mit den Orts- und Nachbarvereinen sein 50-jähriges Bestehen.

In den fünfzig Jahren wirkten die Mitglieder bei zahlreichen Arbeitseinsätzen mit. Dabei sind zu nennen:

  • Die Bepflanzung des Bereichs um die Telefonzelle, die es heute dort nicht mehr gibt.
  • Den Kinderspielplatz Margarethenfeld
  • Mehrmals halfen wir bei Neu- und Umbaumaßnahmen des Kindergartens
  • Nahezu alle Pflanzaktionen der Gemeinde, ob an der Autobahn, am Lärmschutzwall, beim TSC 88, bei der Isarhalle, am Sportplatzgelände, am Badeweiher wurden unter Mitwirkung unserer Mitglieder durchgeführt.
  • Auch leisteten wir unseren Beitrag beim Feuerwehrgerätehaus. Allerdings auch mit etwas Eigennutz, denn wie Sie wissen haben wir im Dachgeschoß des Feuerwehrgerätehauses unser Vereinsheim.
  • Ferner wurden auch die Aussenanlagen am Kinderhort und am Pfarrheim unter der aktiven Beteiligung unserer Mitglieder gestaltet.
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Außerdem hat der Verein im Gemeindebereich 15 Ruhebänke aufgestellt, die jährlich eingewintert und restauriert werden.

Mittlerweile konnte auch ein ansehnlicher Gerätebestand zur Ausleihe an die Mitglieder aufgebaut werden. Von Leitern über Gerüst, Gartenfräse, Holzspalter, Bohrhammer, Steinschneidemaschine, Rüttelplatte bis hin zum Anhänger finden Sie viel Nützliches vor. Natürlich müssen wir eine geringe Leihgebühr verlangen, aber dies dient ausschließlich der Reparatur und der Beschaffung von Verschleißteilen.

In zahlreichen Informationsabenden wurden die Mitglieder über Themen rund um Haus und Garten oder Erbschafts- und Steuerrecht von Fachleuten informiert.

Mittlerweile haben sich auch viele Veranstaltungen in der Gemeinde etabliert:

  • Am Kirchweihsamstag jeden Jahres feiern die Mitglieder die Kirchweih mit deftigem Essen und Kücherl.
  • Im Juni jeden Jahres begehen wir unser Radifest.
  • Im August das Fischeräuchern
  • Und jeden 2. Freitag im Monat treffen wir uns im Vereinsheim zum Gedankenaustausch. Allerdings wünschen wir uns, dass dieser Termin noch stärker angenommen wird.

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Noch zu erwähnen wäre, dass wir auch jedes Jahr, 1-2 Vereinsausflüge durchführen, neben Ausflügen zu Fachausstellungen, bereisten die Mitglieder nahezu ganz Deutschland und Ziele im angrenzenden Ausland.

Für Familien mit Kindern bieten wir am Ostermontag den Emmausgang mit Ostereiersuchen und im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde führen wir ein sehr beliebtes Zwergerlcampen durch.

Wenn Sie nun die eigenen Leistungen unseres Vereins mit den hervorragenden Leistungen des Eigenheimerverbandes Bayern e.V., die auch jedes Mitglied in Anspruch nehmen kann, verbinden, so können Sie nur zu der Erkenntnis gelangen, das der Eigenheimer- und Gartenbauverein Wörth a. d. Isar e.V. für jedes einzelne Mitglied, aber auch für die Gemeinde ein Gewinn war, ist und weiterhin sein wird.