Kurzchronik der Eigenheimervereinigung Ergolding e.V.

Am 12.11.1976 veranstaltete der Bayerische Siedler- und Eigenheimerbund in der Gaststätte Proske eine Aufklärungsversammlung für Eigenheimbesitzer. Initiator dieser Zusammenkunft war der damalige 1. Vorsitzende der Piflaser Siedlergemeinschaft Josef Brunner. In einem ausführlichen Referat „Warum Interessensvertretung für Siedler und Eigenheimer“ wies seinerzeit der stellvertretende Geschäftsführer des Verbandes, Franz Heimkes aus München, im Besonderen auf die Vorteile für die Mitglieder einer solchen Vereinigung hin. Sieben der abwesenden Zuhörer in dieser Versammlung beschlossen darauf hin einen Verein zu gründen und wählten Rupert Aunkofer zum vorläufigen Vorsitzenden. Der neu gegründete Verein gab sich den Namen „Eigenheimervereinigung Ergolding“, die Vereinsaktivitäten wurden am 01.01.1977 aufgenommen.

Im April 1977 fand die 1. Generalversammlung der „Eigenheimer“ statt, in der eine neue Vorstandschaft gewählt wurde. Bereits in den ersten zwei Jahren wuchs die Mitgliederzahl auf 56 an, heute zählt der Verein 250 Mitglieder. Eine ähnliche Beständigkeit wie das stetige Wachstum des Vereins, zeigt sich auch in den Zusammensetzungen der bisherigen Vorstandschaften. Umwälzende personelle Veränderungen fanden seit Vereinsgründung nicht statt und somit war bisher eine kontinuierliche Vereinsführung möglich. Mach dem plötzlichen Tod von Rupert Aunkofer wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 15.10.1982 Siegfried Bartoschek zum 1. Vorsitzenden und Willibald Kappl zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins gewählt. Beide üben das Amt heute noch aus.

Die Eigenheimer verstanden sich von Anfang an nicht nur als eine reine Interessenvertretung als Haftpflichtanbieter, Rechtsberater oder Geräteverleiher, sondern vor allem als Gemeinschaft in der Kameradschaft gepflegt wird. Soziales Engagement, Gemeinsinn, Teilnahme am öffentlichen Vereinsleben und am Geschehen des Marktes Ergolding, stehen daher im Vordergrund. Um das Vereinsleben zu fördern, fand bereits 1978 das erste „Damenkränzchen“ in der Cafeteria des Hallenbades in Ergolding statt. Der „Kappenabend“, erstmals 1979 abgehalten wird seit 1983 als „Faschingskränzchen“ fortgeführt und seit 1991 im zweijährigen Rhythmus als „Fahrt ins Blaue“ weitergeführt. Seit 1979 findet alljährlich das „Gartenfest“ der Eigenheimer im Garten des Gasthauses Proske statt. Mittelpunkt dieser Veranstaltung ist neben den Grillspezialitäten die stets reich gefüllte Tombola, bei der es im Laufe der Jahre tolle Preise zu gewinnen gab. Ohne die vielen Geld- und Sachspenden der Mitglieder wäre jedoch die Tombola nicht denkbar. Aus dem erstmals 1979 stattgefundenen „Unterhaltungsabend“ entwickelte sich im Laufe der Jahre der jährliche „Kirchweihratsch“, bei dem die Mitglieder Kirchweihkiachl erhalten.

Die Vereinsausflüge, teilweise als Mehrtagesfahrten in die nähere oder weitere Umgebung, nach Österreich, Italien, in die Schweiz oder nach Tschechien, erfreuten die Mitglieder ebenso wie die spontan organisierten Radltouren in die Umgebung Ergoldings, die Betriebsbesichtigungen oder die Fahrten zu den jeweiligen Gartenschauen in Bayern.

1977 fand die erste Weihnachtsfeier mit einer Christbaumversteigerung und Tombola im Gasthaus Proske statt. Seit 1982 wird diese Feier als vorweihnachtliche Feier mit besinnlichem Inhalt und musikalischer Umrahmung durch verschiedene Gruppen und Chöre begangen.

Um den Verein stärker im Bewusstsein der Ergoldinger Bürger zu verankern, traten die Eigenheimer seit 1978 mit einer Vielzahl von Aktionen an die Öffentlichkeit. So wurden soziale Anliegen mit Spenden unterstützt, wie z. B. die SOS-Kinderdörfer, die katholische und die evangelische Kirchengemeinde oder die Ergoldinger Kindergärten. Durch das Anfertigen und Aufstellen von Ruhebänken im Gemeindegebiet leisteten die Eigenheimer zu Gunsten des Ergoldinger Bürgers einen Beitrag für Erholung und Freizeit.

Die jährliche Teilnahme an den Säuberungsaktionen des Marktes Ergolding, die Mitwirkung am „Ergoldinger Faschingskirta“ zählen ebenso zu den öffentlichen Aktionen des Vereins, wie die Beteiligung am Festauszug anlässlich des Ergoldinger Volksfestes, am Kriegerjahrtag, an den Marktmeisterschaften im Kegeln und Stockschießen, an Vereinsjubiläen und an den Gefallenenehrungen des Marktes Ergolding in den Ortsteilen Ergolding, Piflas und Oberglaim. Die vom Markt Ergolding jährlich durchgeführte Häckselaktion und das Bereitstellen von Container für Gartenabfälle im Bauhof geht auf die Initiative der Eigenheimer im Jahr 1981 zurück.

In den mehrmals im Jahr stattfindenden Vorstandsitzungen werden die Weichen für einen geregelten Ablauf des Vereinslebens gestellt. Gegenstand der Besprechungen sind die Planung und Vorbereitung der einzelnen Veranstaltungen und Aktivitäten. An erster Stelle steht dabei die Betreuung der Mitglieder und die Wahrung der Interessen des Vereins. Bei besonderen Anlässen, z. B. bei Hochzeiten, runden Geburtstagen oder Ehejubiläen werden Grüße und Glückwünsche des Vereins übermittelt. Im jährlichen Gottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Mitglieder und Gönner des Vereins wird auch der Toten im Flüchtlingsgrab im Friedhof St. Peter gedacht deren Pflege der Verein 1980 übernommen hat.

In zahlreichen Veranstaltungen werden die Mitglieder über die neueste Rechtsprechung, über Steuer-, Renten-, Versicherungs- und Verbraucherschutzfragen informiert. Vorträge über Schädlingsbekämpfung, über die Pflege von Heim- und Nutzgarten, auch Dia-Vorträge gehören ebenso dazu. Zusätzlich wurden Baumschneidekurse in Theorie und Praxis unter fachkundiger Anleitung durchgeführt. Um die Informations- und Bildungsmöglichkeiten zu erhöhen, fanden erstmals 1983 Vorträge in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Ergolding statt. Die Vortragsreihe „Modernes und ökologisches Bauen und modernisieren“ fand 2009 statt. Seit dem Frühjahr 2010 finden vierteljährlich Stammtische mit unterschiedlichen Themen statt. Die Mitarbeit und Teilnahme der Vorstandsmitglieder auf Bereichs- und Landesebene war von Anfang an eine Selbstverständlichkeit.

Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war zweifelsohne die Segnung der neuen Vereinsfahne am 23.10.1994 durch Pfarrer Johann Schottenhammel in der Pfarrkirche St. Peter. Die ehrenvolle Aufgabe der Fahnenmutter übernahm dabei Therese Kiermaier. Anlässlich des 25-jährigen Bestehen wurde im Rahmen eines Festgottesdienstes ein Fahnenband der Fahnenmutter gesegnet. Ein reichhaltiges Programm mit Ansprachen, Ehrungen, Mittagessen, Rückblicken usw. fand anschließend im Bürgersaal in Ergolding statt.

Für ihre aktive Mitarbeit und für ihr Engagement im Verein und im öffentlichen Bereich wurden seit Vereinsgründung zahlreiche Mitglieder durch den Landesverband mit dem Silbernen Ehrenzeichen geehrt oder durch den Markt Ergolding für die Verdienste um das Ehrenamt ausgezeichnet.

2007 wurde der Verein als e.V. in das Vereinsregister eingetragen.