Lust auf eigene Kartoffeln

Das brauchst Du:

3 bis 4 mittelgroße Kartoffeln (aus dem Supermarkt oder dem Markt, möglichst unbehandelt – es gibt die mit brauner Schale, aber auch solche mit roter, schwarzer oder rosa Schale)

1 großen, hohen Eimer oder Kübel (ca. 40 cm Durchmesser – mind. 10 l Erdvolumen)

 

10 Liter Blumenerde

10 Liter Komposterde

etwas Kies und Sand

Gießkanne

Und so geht’s:

1. Wenn Du die Kartoffeln vorkeimen lässt, hast Du einen kleinen Wachstumsvorsprung. Um Kartoffeln vorkeimen zu lassen, legst Du sie an einen hellen Ort, zum Beispiel auf die Fensterbank. Nach wenigen Tagen schon kannst Du die ersten kleinen Triebe beobachten, die aus der Kartoffel gewachsen sind. Lass die Kartoffel noch einige Tage liegen, bis die Triebe etwa 2 cm lang sind.

2. Wenn die Triebe lang genug sind, bereitest Du den Topf. Bohre 4-5 Löcher in den Boden, damit das Wasser später ablaufen kann. Dazu gibst Du zunächst eine Schicht Kies in den Topf. Vermische die Blumenerde mit der Komposterde (zu gleichen Teilen) und dem Sand. Dann schichtest Du die gemischte Erde etwa 15 cm in den Topf.

3. Nun legst Du die Kartoffeln vorsichtig auf die Erdschicht, Achte darauf, dass die jungen Triebe nicht abbrechen. Die gepflanzten Knollen sollten sich nicht berühren, die Keime zeigen nach oben. Die Kartoffeln bedeckst du wieder mit einer Schicht der Mischung aus Erde und Sand, so, dass die Kartoffeln nicht mehr zu sehen sind (ca. 7 cm).

4. Dann stelle Deinen Kartoffeltopf an einen sonnigen Platz am Balkon oder im Garten, Kartoffeln mögen es warm und sonnig. Nun gießt Du den Kartoffeltopf mit der Gießkanne. Achte darauf, dass der Topf NIE im Wasser STEHT, die sogenannte Staunässe mögen die Kartoffeln gar nicht, denn sonst fangen die Wurzeln an zu verfaulen. Gieße Deinen Kartoffeleimer einmal die Woche, wenn Du den Finger ca. 4 cm in die Erde steckst und die Erde ist noch feucht, dann kann man mit dem nächsten Gießen noch ein wenig warten.

5. Je nach Wetter kann es ein paar Tage oder Wochen dauern, bis die ersten Blätter der Kartoffelblätter aus dem Boden schauen. Wenn die Triebe 5-10 cm lang sind, wird die Kartoffel „angehäufelt“ werden: das bedeutet, Du gibst vorsichtig wieder Erde auf die Pflanze, bis nur noch die Blattspitzen zu sehen sind.

6. Wenn nach einiger Zeit die Triebe wieder herausschauen, häufelst Du wieder an. Das machst Du etwa 2 bis 3 Mal. So wachsen im Topf mehrere Lagen neuer Kartoffeln heran. Das machst Du solange, bis der Topf randvoll ist. Achte darauf, dass Deine Kartoffeln immer genügend Wasser bekommen.    

7. Nun darf die Kartoffel ungehindert oberirdisch wachsen. Aber Vorsicht: die grünen Beeren, die sich aus der Blüte bilden, sind GIFTIG. Wenn die Blätter verwelkt und abgestorben sind, dann ist der Zeitpunkt der Ernte da. Das ist meist im Spätsommer.

8. Zur Ernte ziehst Du die Pflanze aus der Erde, schüttelst die Erde ab und kannst Deine Kartoffeln dann herausklauben.