Himbeeren - pflegeleicht und lecker

Da die Himbeeren von der Wald-Himbeere abstammen, die naturbedingt an Waldrändern wächst, mögen die Pflanzen sonnige, windgeschützte Standorte mit mittelschweren, lockeren, humosen Böden. Die Erde darf die leicht sauer sein mit einem pH-Wert von 5,5 bis 6. Bei alkalischen, also  Böden droht Blattbleiche (Chlorose). Es empfiehlt sich, schwere, verdichtete und nasse Böden  mit  durch die Einarbeitung von Sand und Kompost oder einer Hügelpflanzung aufzubereiten. Wichtig ist, dass man beim Pflanzen auf genug Feuchtigkeit beachtet. Eigentlich ist der Herbst ideal, aber auch jetzt im Frühjahr gelingt die Pflanzung in der Regel, wenn die ersten Tage ausgiebig gegossen wird. Pflanzen Sie Himbeeren immer flach, da der Austrieb aus den untersten 1–2 Knospen (Basisknospen) erfolgt. Diese sollten nicht mehr als mit etwa 5 cm mit Erde abgedeckt sein. Wurzelnackte Himbeeren müssen vor der Pflanzung auf vier Augen (circa 10 cm über dem Wurzelstock) zurückgeschnitten werden.  Himbeersträucher müssen sorgfältig erzogen werden, denn die Pflanzen neigen dazu, mit ihren Ausläufern eigene Wege zu gehen. Um das zu verhindern braucht es Wurzelsperren oder man kann das Beet vor dem Pflanzen unterirdisch mit senkrecht eingelassenen Platten eingrenzen. Dabei muss man aber unbedingt Staunässe vermeiden, da es ansonsten zu Wurzelfäulnis kommen könnte. Im Frühjahr empfiehlt sich die Erde mit Kompost aufzubessern. Mulchen mit Stroh, Gras- oder Rasenschnitt und Holzhäcksel fördert die Humusbildung und hält den Boden gleichmäßig feucht, besonders in der Zeit zwischen Blüte und Ernte. Himbeeren sind selbstfruchtbar. Die Erntereife ist abhängig von der Sorte – während die ersten frühen Sorten bereits im Juni reifen, sind herbstragende Sorten oftmals erst im August fertig für die Ernte, die dann bis in den Oktober hineinreicht. Reife Himbeeren verfärben sich intensiv himbeerrot und werden weich. Nur wenn sich die Himbeeren leicht lösen lassen, sind sie wirklich pflückreif!