BayernLabo ergänzt Hochwasser-Aufbauhilfe

Mit dem Sonderprogramm 'Hochwasser 2013' ergänzt die BayernLabo das Hilfsangebot für den Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe vom Mai und Juni 2013 in Bayern. Zusätzlich zum Zuschussprogramm für Wohngebäude und Hausrat bietet die BayernLabo vom Hochwasser betroffen privaten Eigentümern und Vermietern von Wohnraum, Sonderdarlehen zu erheblich vergünstigten Konditionen mit einem Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro an. Die BayernLabo rundet damit die verschiedenen Hilfebausteine ab und bietet eine wirkungsvolle und unbürokratische finanzielle Unterstützung bei Hochwasserschäden an Wohngebäuden.

Es sind keine Auflagen einzuhalten, es gelten keine Einkommensgrenzen und eine dingliche Sicherung des Darlehens durch eine Grundschuld ist nicht erforderlich. Auch das Antrags- und Bewilligungsverfahren ist einfach: Das Darlehen kann bei den örtlich zuständigen Landratsämtern oder kreisfreien Städten beantragt werden. Diese prüfen, ob die Fördervoraussetzungen gegeben sind und entscheiden über den Antrag. Dort ist auch die Auszahlung des Darlehens mit Vorlage der Rechnungen für die anfallenden Arbeiten zu beantragen. Die BayernLabo sagt das Darlehen zu, zahlt es aus und übernimmt die weitere Abwicklung.

Für die notwendigen Wiederaufbauarbeiten nach Hochwasserschäden an Wohnraum stehen im Einzelfall Förderkredite von bis zu 50.000 Euro zu einem Sonder-Zinssatz von 0,25 Prozent (Effektivzins) bereit. Das Darlehen kann zusätzlich zu den staatlichen Hilfen in Anspruch genommen werden. Die Tilgung erfolgt nach einem tilgungsfreien Jahr mit vier Prozent pro Jahr zuzüglich ersparter Zinsen. Bearbeitungskosten und Bereitstellungszinsen werden nicht erhoben. Berücksichtigt werden alle typischen Instandsetzungsmaßnahmen zur Beseitigung der durch das Hochwasser 2013 entstandenen Schäden =96 sei es am Eigenheim, einer Eigentumswohnung oder an vermieteten Wohnraum. Auch Ersatzneubauten, auch anderer Stelle, sind förderfähig.

Weiterführende Informationen zum Sonderprogramm 'Hochwasser 2013' der BayernLabo sind im Internet unter www.labo-bayern.de abrufbar. Das für die Antragstellung erforderliche Formular und weitere Auskünfte sind bei den örtlich zuständigen Landratsämtern oder kreisfreien Städten erhältlich. Informationen zum Zuschussprogramm für die Behebung von Schäden an Wohngebäuden und Hausrat stehen im Internet zur Verfügung unter
www.innenministerium.bayern.de/med/aktuell/archiv/2013/20130730hochwasserhilfen/

(Bayerisches Staatsministerium des Innern)


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Pflanzen müssen zurück geschnitten werden

Sie wuchsen deutlich über einen Sichtschutz hinaus

Pflanzen an der Grundstücksgrenze, die hinter einem Sichtschutz wachsen, müssen den Nachbarn nicht besonders interessieren, denn er bekommt von ihnen ja nichts mit. Sobald aber die Pflanzen zu groß werden und hinter dem Sichtschutz hervor lugen, kann der Nachbar einen Anspruch auf Beseitigung dieser Störung geltend machen. Im konkreten Fall handelte es sich nach Information des Infodienstes Recht und Steuern der LBS um mehrere Eiben und Thujen, die den blickdichten Zaun um mehr als 20 Zentimeter überragten. Auf diese Weise warfen sie Schatten auf das Nachbargrundstück und ließen auch ihre Nadeln auf das andere Grundstück fallen. Nach Einschaltung eines Sachverständigen und als Ergebnis einer weiteren Beweisaufnahme stand für das Gericht fest, dass die Pflanzen beschnitten werden müssen.
(Amtsgericht München, Aktenzeichen 173 C 19258/09)


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Luftraum ist nicht geschützt

Grundstückseigentümer wollte Kräne verbieten lassen

Etlichen Menschen ist das nicht bekannt: Auch der Luftraum über einem Grundstück gehört noch dessen Eigentümer und darf deswegen nicht so ohne weiteres von Fremden genutzt werden. Das dachte sich auch der Eigentümer eines bebauten Großstadtgrundstücks. Ihn störten mehrere Baukräne, die zwar auf fremdem Grund standen, deren Ausleger aber immer wieder seine eigene "Lufthoheit" verletzten. Unter bestimmten Bedingungen, so die Auskunft des Infodienstes Recht und Steuern der LBS, kann der Kranbesitzer gezwungen werden, solche Belästigungen zu vermeiden, sich also einen anderen Zugang zur Baustelle zu suchen. Doch im konkreten Fall sah ein Zivilsenat davon ab. Die Richter führten aus, dass in einer Großstadt ein Kranschwenk über fremden Grund häufig kaum zu vermeiden sei. Sonst könne man kaum noch irgendwo bauen. Allerdings dürfe der Eigentümer des Anwesens nicht an einer möglichen eigenen Nutzung seines Luftraumes gehindert werden. Das war hier nicht der Fall gewesen. Die Kranausleger bewegten sich 25 und 45 Meter über dem Gebäude des Klägers.
(Oberlandesgericht Düsseldorf, Aktenzeichen I-9 W 105/06)


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Wichtige Gartenarbeiten im Herbst

Im Garten muss immer vorausgedacht und geplant werden. Vorbeugung erspart späteren =C4rger, erleichtert die Arbeit und steigert die Freude am Garten. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie erinnern an die wichtigsten Gartenarbeiten im Herbst.

Frostspanner

Die kleinen Raupen des Frostspanners können Bäume komplett kahlfressen. Frostspannerraupen treten zwar erst im Frühjahr in Erscheinung, doch im Herbst ist die beste Zeit etwas gegen den Schädling zu tun. Am Wirkungsvollsten ist es, im frühen Herbst bis in den Winter hinein Leimringe an Stämmen und Pfählen anzubringen. Die flugunfähigen Weibchen des Frostspanners wollen zur Paarung und Eiablage in die Baumkrone klettern, bleiben aber an dem klebrigen Leim hängen. Erneuern Sie den Leimring, wenn seine Klebfähigkeit nachlässt oder bereits viele Insekten daran haften. Stämme mit grober Borke sollten vor dem Anbringen geglättet werden, damit der Leimring gut anliegt. Bedenken Sie, dass die Weibchen auch an den Stützpfählen empor krabbeln können. Frostspanner bevorzugen Kirschen, sind aber an fast allen Gehölzen anzutreffen.

Krankes Laub

Die feuchte Witterung im Frühsommer und die trockenen Wochen im Sommer (Echter Mehltau) bescherte uns bislang erheblichen Pilzbefall an Rosen, Zierpflanzen und Gemüsearten. In vielen Gärten sind Gurken und Tomaten bereits durch Schadpilze vernichtet. Der Ausbreitung und Überdauerung der Schadpilze können Sie entgegen wirken, indem Sie alle befallenen Pflanzenteile entfernen und über die Biotonne entsorgen.

Nicht zu viel aufräumen

Viele Gartenbesitzer räumen den Garten im Herbst auf. Sträucher und Bäume werden zurück geschnitten und das Laub der Stauden entfernt. Doch oft ist es besser diese Arbeiten in das Frühjahr zu verschieben. Viele Gehölze, wie der Schmetterlingsflieder und die Bartblume vertragen den Schnitt im Herbst nicht. Es könnte die Winterhärte leiden oder es könnten Schadpilze in die Schnittwunden eintreten. Lassen Sie wenn möglich (gesundes) Falllaub und Laub der Stauden auf den Beeten liegen. Dies ist ein guter Winterschutz für Pflanzen und für so manche Tiere (Marienkäfer, Molche) ein sicheres Überwinterungsversteck.

Unkrautjäten und Nacktschnecken

Auch wenn der Garten zur Ruhe kommt, die Gartenplagen Unkraut und Schnecken sind immer noch aktuell. Viele Unkräuter entwickeln und vermehren sich an milden Wintertagen weiter, wie die Vogelmiere. Beugen Sie eine flächendeckende Ausbreitung jetzt für das nächste Jahr vor. In taufeuchten Morgen- und Abendstunden und bei Regenwetter streifen die Nacktschnecken durch den Garten und suchen Verstecke zur herbstlichen Eiablage. Jede Nacktschnecke, die Sie jetzt bekämpfen und die nicht ihre Eier ablegen kann, vermindert den Schneckenbefall im nächsten Jahr um ein Vielfaches.

Warten Sie mit dem Umgraben der Beete noch bis in den Spätherbst. Zu frühes Umgraben fördert den Schneckenbefall. In den entstandenen Hohlräumen finden Schnecken ideale Bedingungen zur Eiablage und zur Überwinterung. Bei leichten und sandigen Böden ist das jährliche Umgraben sowieso nicht unbedingt erforderlich.

Wissen was im Boden steckt

Der Herbst ist die richtige Jahreszeit, eine Bodenprobe zu entnehmen. Eine Analyse der Erdproben gibt Aufschluss über die Nährstoffzusammensetzung im Boden. Die Düngergaben lassen sich somit im nächsten Gartenjahr optimal auf die Pflanzen abstimmen. Verzichten Sie auf jeden Fall auf die Düngung von Gehölzen im Herbst.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an das Gartentelefon (0931/9801-147) oder schreiben Sie eine E-Mail an bay.gartenakademie@lwg.bayern.de

Brigitte Goss, Bayerische Gartenakademie


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