Eigenheimerverband nimmt am Bayerischen Wohnungsgipfel teil

Vertreter des Eigenheimerverbandes Bayern nehmen am Bayerischen Wohnungsgipfel teil

Gemeinsam mit Vertretern der Bayerischen Wirtschaft, verschiedener Verbände und der Bayerischen Staatsregierung nahm der Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern, Wolfgang Kuhn, sowie die Geschäftsführerin Beatrice Wächter am Bayerischen Wohnungsgipfel Ende Juli teil.

Die Vernetzung aller Akteure ist in den Augen des Eigenheimerverbandes eine wichtige Antwort auf die immer dringender werdende Wohnungsnot im Freistaat. Alle Teilnehmer unterzeichneten am Ende eine gemeinsame Erklärung:

Gemeinsame Erklärung

Der Schaffung von Wohnraum kommt große gesellschaftliche Bedeutung zu. Die Teilnehmer des Wohnungsgipfels sind sich einig, dass die Verbesserung der Wohnraumversorgung der Bevölkerung eine gemeinsame  Herausforderung für Freistaat und Kommunen, für den privaten wie den öffentlichen Wohnungsbau ist. Sie erklären, das in ihren Kräften Stehende zu deren Bewältigung beizutragen.

Die staatliche Wohnraumförderung kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten. Die Teilnehmer begrüßen, dass der Freistaat in diesem Jahr mit 886 Millionen Euro eine Rekordsumme für die Wohnraumförderung zur Verfügung stellt. Darüber hinaus wird der Freistaat Bayern mit Gründung der BayernHeim selbst im Wohnungsbau tätig. Die Teilnehmer begrüßen, dass dies in enger Kooperation mit der Bau- und Immobilienwirtschaft geplant ist.

Eine verlässliche Mittelausstattung der Wohnraumförderung und damit Planungssicherheit für die Unternehmen sind unabdingbar für die Vorbereitung und Umsetzung von Projekten des sozialen Wohnungsbaus. Die Teilnehmer bitten den Freistaat, auch in Zukunft sein Engagement für den Wohnungsbau beizubehalten. Sie fordern den Bund auf, seine Mittel für die Wohnraumförderung der Länder mindestens auf dem jetzigen Niveau von 1,5 Milliarden Euro jährlich zu verstetigen.

Neben dem sozial geförderten kommt auch dem frei finanzierten Wohnungsbau, dem privaten Mietwohnungsbau und dem selbstgenutzten Wohneigentum große Bedeutung zu. Die Teilnehmer sind sich einig, dass alle Teilbereiche der Wohnungswirtschaft sinnvoll gestärkt werden sollen. Dazu tragen insbesondere auch Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen bei. Zudem soll geprüft werden, wie Anreize für Unternehmen geschaffen werden können, in Werkswohnungen zu investieren. Dies würde auch zusätzliche Synergien hinsichtlich verfügbarer Facharbeitskräfte nach sich ziehen.

Die Heimat zu bewahren und die Zukunft aktiv zu gestalten, ist die große Herausforderung, vor der alle Beteiligten stehen. Die Teilnehmer des Wohnungsgipfels sind sich einig, dass die Schaffung von Wohnraum zwar die ausreichende Bereitstellung von Bauland erfordert, gleichzeitig aber mit der Ressource Boden bewusst und schonend umzugehen ist. Der Aktivierung bestehender Baulandpotenziale und des Gebäudebestands kommt daher – unter Beachtung von Eigentumsrechten – besondere Bedeutung zu. Um die Grundeigentümer zu motivieren, Bauland zur Verfügung zu stellen, sollten entsprechende Anreize geprüft werden, zum Beispiel in Form von Erbbaurechten.

 

Das Baugenehmigungsverfahren soll noch effektiver und moderner gestaltet werden. Die Teilnehmer begrüßen, dass der Freistaat mit dem Pilotprojekt „Digitale Baugenehmigung“ die Möglichkeiten der Digitalisierung für eine Verfahrensbeschleunigung und für mehr Transparenz klären will.

Die Standards, die beim Bauen zu berücksichtigen sind, haben großen Einfluss auf die Kosten. Die Teilnehmer sehen Handlungspotenziale zur Senkung der Baukosten im Bereich der bautechnischen Normung, auf Basis einer Relevanzprüfung und Folgekostenabschätzung auf nationaler wie europäischer Ebene. Sie begrüßen daher, dass Bund und Länder Initiativen gestartet haben, die Wirtschaftlichkeit und die Beschränkung auf das Notwendige wieder in den Vordergrund zu stellen und bewährte kostensenkende Verfahren nicht in Frage zu stellen. Freistaat und Kommunen werden auch ihre eigenen Möglichkeiten zum Abbau kostentreibender Baustandards umfassend nutzen.