Münchner Eigenheimer- und Siedlervereine zu Gast im Rathaus

SPD-Fraktionsvorsitzender Alexander Reissl begrüßte in Vertretung des Oberbürgermeisters Vereine und den Verband im Münchner Rathaus

Traditionell waren die Vertreter der Münchner Eigenheimer- und Siedlervereine ins Rathaus der Landeshauptstadt zu einem Stehempfang geladen.  In Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßte der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Alexander Reissl, die Gäste und hieß sie im Rathaus willkommen.

In seiner Begrüßungsrede griff Alexander Reissl mehrere Themenkomplexe auf und berichtete - auch persönlich - über die Wohnsituation in München. Er sprach das Thema „Nachverdichtung“ genauso an, wie die Entwicklung der Gewerbeflächen und machte deutlich, dass in München in den vergangenen Jahren viele Nutzflächen zu Wohngebieten umgebaut worden seien. Beispielhaft nannte er hier das „Meiller-Gelände“ sowie das alte „Rodenstock-Areal“, auf dem sich heute Wohngebäude befänden. Er führte aber auch aus, dass Gewerbe und Industrie in München durchaus willkommen seien und ihren Stellenwert hätten, denn nur so könne München als Standort attraktiv bleiben. „Seit Jahren steigt die Einwohnerzahl in München stetig an und das ist Anreiz für uns, weiter Wohn- und Gewerberaum auszuweisen“, so Alexander Reissl.

Der Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern, Wolfgang Kuhn, bedankte sich in seiner Erwiderung zunächst für die traditionelle Einladung ins Rathaus und begrüßte anschließend die Vertreter des Stadtrats, der Verwaltung sowie der Eigenheimer- und Siedlervereine.

Präsident Kuhn skizzierte in kurzen Worten die Aufgaben der Eigenheimer- und Siedlervereine und erläuterte, dass diese „tragenden Säulen“ des Eigenheimerverbandes Bayern seien. „Ohne unsere örtlichen Vereine könnten wir keine Leistungen für unsere Mitglieder erbringen“, so Wolfgang Kuhn. Anschließend stellte er drei aktuelle Projekte des Eigenheimerverbandes vor. „2500 Bäume für München“ soll für noch mehr Grün in München sorgen und beim Thema „Altlasten und Bombenfund in Freimann“ bescheinigte er der Stadt München eine positive Vorgehensweise und dankte für die finanzielle Unterstützung der Betroffenen. Des Weiteren zeigte er auf, dass der Eigenheimerverband Bayern gemeinsam mit dem Verband Wohneigentum Bayern tags zuvor eine Popularklage gegen Straßenausbaubeiträge beim zuständigen Landesverfassungsgerichtshof eingereicht habe. „Dies trifft zwar München nicht, denn hier gibt es keine Straßenausbaubeiträge, aber viele andere Mitglieder des Eigenheimerverbandes Bayern sind davon betroffen - diesen wollen wir mit der Klage zur Seite stehen“, berichtete Präsident Kuhn.

Anschließend griff der Eigenheimerpräsident das Thema „Verdichtung der Gartenstädte“ auf. Hier stünden sich verschiedene Interessen gegenüber: Eigentümer, die bewahren wollen, junge Erben, die bauen oder verkaufen möchten und Bauträger, die häufig das schnelle Geschäft wittern. Die Position des Eigenheimverbandes sei hier ganz klar: Verdichtung nicht um jeden Preis, wahrscheinlich nur noch in den Randbereichen möglich, städtebaulich erträglich und vor allem in Absprache mit allen Betroffenen. Es gelte hier, ständig in Kommunikation mit den zuständigen Stellen zu bleiben, um so steter Nachverdichtung entgegen zu wirken und dennoch Wohnen für alle bezahlbar und möglich zu machen. Eine moderate, tragfähige und soziale Stadtentwicklung sei hier in den nächsten Jahren und Jahrzehnten gefragt.

Am Schluss machte Wolfgang Kuhn deutlich, dass der Eigenheimerverband Bayern und seine Vereine neue, junge Mitglieder benötigten, um weiter schlagkräftig agieren zu können: „ Wir haben, wie viele andere Vereine, die Herausforderung, für junge Menschen attraktiv zu sein. Eine Mitgliedschaft in einem Eigenheimerverein bietet viele Vorteile, vor allem aber stehen wir unseren Mitgliedern bei allen Fragen und Herausforderungen rund um Haus, Wohnung und Garten mit Rat und Tat zur Seite – als bestes Beispiel darf hier wieder die oben erwähnte Popularklage sowie der Bombenfund in Freimann erwähnt werden“.

Beim anschließenden, zwanglosen Beisammensein tauschten sich die Vereinsvertreter intensiv untereinander und mit den anwesenden Behörden-Repräsentanten aus und so manche Herausforderung eines Vereins wurde „auf dem kleinen Dienstweg“ diskutiert.