70 Jahre Eigenheimerverband Bayern

Großer Festakt im Münchner Rathaus

Der Eigenheimerverband Bayern wurde am 21. September 1946 gegründet – dieses Ereignis feierten am vergangenen Dienstag Ehrengäste, Politiker, Standesvertreter, Partnerverbände und Verbandsmitglieder im Münchner Rathaus.

Der neue Präsident des Eigenheimerverbandes Bayern Wolfgang Kuhn begrüßte die Gäste mit einer launigen Willkommensrede, stellte die Vi­ze­prä­si­den­tin Sibylle Banner, sowie seine erst vor wenigen Tagen bestätigten, neuen Präsidiumskollegen Markus Eppenich und Christa Christ vor und hielt Rückschau auf 70 Jahre Eigenheimerverband Bayern. Mit heute 80.000 Mitgliedern, die in 380 Vereinen organisiert sind, hat sich der Verband zu einem festen Bestandteil in der bayerischen Gesellschaft entwickelt. Wolfgang Kuhn: „Ich bin sicher, dass dem Verband auch in Zukunft die Themen nicht ausgehen werden und wir treten weiter mit allen Akteuren unserer Gesellschaft und im Besonderen mit der Politik in Dialog“.

Stadtpfarrer Rainer Maria Schießler von der katholischen Kirche St. Maxi­mi­lian und Pfarrer Gottfried von Segnitz von der evangelischen Kirche St. Matthäus segneten nach zwei kurzen Predigten die Gäste und den Verband  um mit Freude ans Werk gehen zu können und Zuversicht in den Ver­än­de­run­gen zu erhalten.

In Vertretung von Oberbürgermeister Dieter Reiter begrüßte der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Alexander Reissl, anschließend die Gäste und hieß sie im Rathaus willkommen. Er berichtete über die wohnungspolitische Zukunft der Stadt München und stellte dabei fest, dass München nach wie vor Wohnungen benötige und sich deshalb verstärkt diesem Thema widme. Reissl: „Dabei sind wir natürlich auch auf die Unterstützung durch Partner angewiesen und freuen uns in diesem Zusammenhang auf die weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Eigenheimerverband Bayern“.

Heinrich Rösl, Präsident des Eigenheimerverbandes Deutschland, überbrachte die Glückwünsche des Dachverbandes verbunden mit dem Dank, dass das Geburtstagskind den Bundesverband immer gefördert, unterstützt und personell bestens ausgestattet habe. Nach einer kurzen Rückschau richtete er seinen Blick in die Zukunft und stellte dabei die Frage, ob die Wohnungspolitik nicht wieder näher zum Menschen kommen müsse. Derzeit gäbe es zu wenig Wohnungen in Deutschland, die Eigentumsquote sei eine der schlechtesten in Europa und es fehlten Anreize um Bauen attraktiv zu machen. Hier gelte es als Verbände auf die Politik einzuwirken und Ideen für eine Veränderung einzubringen. Präsident Heinrich Rösl: „ Deshalb brauchen wir einen starken Bundesverband, dazu brauchen wir starke Landesverbände, so wie es in Bayern der Fall ist“.

MD Helmut Schütz, Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, würdigte das 70-jährige Wirken des Verbandes, welches für alle, denen die Wohneigentumsbildung am Herzen liege, ein Grund zum Feiern sei. Der Eigenheimerverband Bayern habe in den vergangenen 70 Jahren den Eigenheimgedanken gefördert, zu vielen politischen Themen Stellung genommen und dabei viel Positives bewirkt. Damit habe der Verband dazu beigetragen, dass immer mehr Menschen den Wunsch nach eigenem Wohnraum verwirklichen konnten. In Bayern würden die Bevölkerungszahlen jährlich wachsen, was zur Folge habe, dass neuer Wohnraum dringend benötigt werde. „Im Hinblick auf die Zunahme älterer Menschen gewinnt das Eigenheim als Altersvorsorge auch hier an Bedeutung und wir dürfen nicht vergessen, dass der Bau von zusätzlichem Wohnraum zum einen Arbeitsplätze schafft, zum anderen aber durch Eigentum Mietwohnraum frei gemacht wird“, so der Leiter der Baubehörde.

In ihrem Schlusswort bedankte sich Vizepräsidentin Sibylle Banner für die anerkennenden Worte. Mit der Frage „Wie sieht unser Wohnen in 70 und mehr Jahren aus“ gab sie einen Ausblick in die Zukunft. „Ein erster, kleiner Schritt für künftiges Wohnen ist unser Anstoß für familien- bzw. ge­ne­ra­tions­ge­rech­tes Bauen. Ich sage ganz bewusst nicht altersgerecht, denn zum einen suggeriert der Begriff Rückständigkeit und zum anderen sind breite Türen, stufenlose Eingänge und Duschen ohne Schwellen für Familien mit Kindern ebenso sinnvoll und angenehm wie für Senioren. Hier wollen wir als Eigenheimerverband zusammen mit Verantwortlichen aus Politik und anderen Verbänden nach Lösungen suchen, um durch vermehrte Nutzung die Kosten für solche Maßnahmen entsprechend zu senken“, so Sibylle Banner. Sie versicherte, dass der Eigenheimerverband Bayern auch in Zukunft auf allen Ebenen ein stets zuverlässiger und verlässlicher Partner sein werde.

Beatrice Wächter,
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit