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Wasser sparen: Regenwassernutzungs- anlagen machen´s möglich
Energie und Wasser sind die Themen der Zukunft. Solartechnik und Regenwassernutzungsanlagen sind als vorgefertigte Systeme lieferbar. Kompakte Bauteile beinhalten alles Wesentliche, sie werden als vormontierte Einheiten von der Industrie geliefert, frei Baustelle, alles aus einer Hand. Die Verantwortung liegt nicht mehr alleine beim Architekten und Handwerker, besonderes Fachwissen zur Funktion im Einzelnen ist nicht erforderlich. Funktionsstörungen treten kaum mehr auf und wenn, können sie schnell diagnostiziert und behoben werden. Um entscheiden zu können, ob sich der Einbau einer Regenwassernutzungsanlage im speziellen Fall rentiert, muss der mögliche Regenertrag den Bedarfsmengen gegenübergestellt werden. Möglich und zulässig ist die Regenwassernutzung für Bewässerung, WC und Waschmaschine. Investitions- und Betriebskosten sollten vorab mit den möglichen Gebühreneinsparungen verglichen werden. Kosten/Nutzen Anzustreben ist, bei möglichst geringer Investition einen hohen Grad an Trinkwassereinsparung zu erreichen. Durch einzelne heftige Niederschlagsereignisse wird selbst der größte Speicher gelegentlich überlaufen. Erfahrungen zeigen, dass für einen 4-Personen-Haushalt im Einfamilienhaus Außentanks mit 6 m³ Nutzvolumen und bei Innentanks 3,5 m³ sinnvoll und im Preis-/ Leistungs-Verhältnis angemessen sind. Dies gilt in gleichem Maße für Neubau wie Renovierung.
Fertige Anlagen sind ab 6000 Euro zu haben. Als Betriebskosten rechnet man ca. 15 Euro im Jahr für elektrischen Strom. Zusätzlich ist eine Wartung nötig, die man auch selbst ausführen kann. Sie besteht im Wesentlichen aus der Filterreinigung, je nach Herstellerangabe 3- bis 4-mal im Jahr. Stand der Technik Die vormontierte Baugruppe für die Druckerhöhung (das Hauswasserwerk) besteht in der Regel aus einer wartungs- und korrosionsfreien Kreiselpumpe mit Druckschalter, einer automatischen Nachspeisung mit Trinkwasser, Vorratsbehälter und einem flexiblen Anschluss zur Schallentkopplung an das Verteilnetz im Gebäude.
Selbstverständliche Bestandteile dabei sind ein integrierter Sicherheitsüberlauf und der DIN-gemäße „Freie Auslauf“ zur Trinkwassernachspeisung. Hinweisschilder und Aufkleber zur gesetzlich vorgeschriebenen Kennzeichnung der Regenwasseranlage runden den Lieferumfang ab. Die vormontierte Baugruppe Regenspeicher beinhaltet den Filter, einen beruhigten Zulauf und die Anschlussleitung für den Notüberlauf. Betonspeicher werden mit dem Ladekran des Lieferfahrzeuges in die mit 10 cm Sandauflage vorbereitete Baugrube versetzt. Gute Speicher haben steckbare Leitungsanschlüsse. Ihre Werkstoffe und Verbindungsteile halten Stand, wenn der Aushub nach den Regeln der Technik in Lagen von 30 cm verfüllt und maschinell verdichtet wird. Bei Kunststoffspeichern sieht es anders aus. Sie sind meist teurer in der Anschaffung und bedürfen viel Sorgfalt beim Einbau. Sand oder Rollkies wird benötigt und nach Herstellerangaben eingebracht. Auch die gefliesten Wände im WC oder Bad sind kein Hinderungsgrund, nachträglich eine Regenwasserleitung an die Toilettenspülung anzuschließen. Wo die Vorwandinstallation fehlt und Leitungsschächte nicht vorhanden sind, wird eine verchromte dünne Anschlussleitung vom Spülkasten aus vor den Fliesen verlegt und an geeigneter Stelle über ein Eckventil durch Wand oder Boden in Nebenräume geführt. Gebühren sparen Ob der Nutzer nun als Betriebskosten die gesamte Wassergebühr oder nur den Anteil für Trinkwasser spart, liegt an der Satzung der Kommune und der dahinterstehenden politischen Einstellung. Das kommunale Recht lässt beides zu. Nur Einklagen kann der Bürger eine Gebührenbefreiung für genutztes Regenwasser nicht.
In Kombination mit Versickerung des Überlaufes können mittlerweile in jeder zweiten Gemeinde Deutschlands zusätzlich Gebühren für die Ableitung des Niederschlages eingespart werden. Damit und bei Zuschüssen durch öffentliche Förderung verkürzt sich die Amortisationszeit um durchschnittlich ein Drittel auf weniger als zehn Jahre. Jede Bauherrenschaft kann heutzutage ihren individuellen Beitrag leisten. ln eigenem Interesse sollte die Anlage dauerhaft, ihre Funktionsweise wartungsarm und zuverlässig sein. Wer heute in den Umweltschutz investiert, erhält die Lebensgrundlagen der nächsten Generationen! Die finanzielle Entlastung durch eingesparte Wassergebühr ist eine zusätzliche Belohnung. WasserqualitätRegenwasser aus Zisternen hat keine Trinkwasserqualität. Das ist auch nicht erforderlich für
Die weltweit umfangreichsten Untersuchungen zur Wasserqualität liegen in Deutschland vor und bestätigen, dass bei fachgerechter Installation und Beschränkung auf die o.g. Verwendungsbereiche in der Praxis keine Risiken bestehen. Checkliste für die Planung
LiteraturtippFachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung e.V. (Hrsg.): „fbr top Blätter“, Nr. 1, 3, 5.Loseblatt-Reihe zu grundsätzlichen Themen der Regenwassernutzung. fbr-Dialog GmbH, Darmstadt. Laufend aktualisierte Ausgaben zum Download unter www.fbr.de/fbrpublikationen Klaus W. König, Überlingen |
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