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Pelletsöfen stark im Kommen
Am 9.10. informiert Fachmesse „Interpellets“ auch Verbraucher
Pelletsöfen schaffen Gemütlichkeit wie ein Kaminofen und sind dank moderner Technik komfortabel zu bedienen
Foto: rika
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Einen umfangreichen Überblick über Pelletsöfen und Pelletskessel in allen Leistungsklassen zeigt die Fachmesse „Interpellets 2009“: Rund 150 Aussteller präsentieren ihr breitgefächertes Angebot zu aktuellen Produkten, technischen Lösungen und Dienstleistungen rund um Holzpellets. Die „Interpellets 2009“ findet vom 7. bis zum 9. Oktober in der Neuen Messe Stuttgart statt, am Freitag, dem 9. Oktober, ist sie von 9.00 bis 16.00 Uhr auch für Verbraucher geöffnet.
Pelletsöfen sind in immer mehr deutschen Haushalten installiert. In verschiedenen Designs passen sie sich allen Wünschen an, sowohl im Aussehen als auch in der Funktion: Sie erwärmen das Brauchwasser und unterstützen die Zentralheizung in der Übergangszeit oder heizen lediglich einzelne Zimmer.
Moderne Techniksteuert Verbrauch
Die Variante der luftgeführten Pelletsöfen liefert behaglich lodernde Flammen und ist dabei leicht zu bedienen – eine Alternative zu Kaminen und Kachelöfen. Vollautomatisch transportiert eine Förderschnecke die Holzpellets aus einem integrierten Vorratsbehälter in den Verbrennungsraum. Dort werden die Pellets elektrisch gezündet.
Welche Menge an Holzpellets verbrannt wird, lässt sich über die gewünschte Heizleistung beziehungsweise die Raumtemperatur regeln. Hochwertige Pelletsöfen haben eine digital-elektronische Überwachung, die das optimale Verhältnis von Verbrennungsluft, Pelletsmenge und Betriebstemperatur steuert. „Dadurch ist der Verbrennungsvorgang exakt aufeinander abgestimmt und erzeugt geringe Emissionen und einen hohen Wirkungsgrad, was zu wirtschaftlichem und energieeffizientem Heizen beiträgt“, sagt Horst Dufner, Projektleiter der Fachmesse Interpellets.
Ein Pelletsofen fürs ganze Haus
Auch zum Beheizen ganzer Gebäude sind Pelletsöfen in der Lage: mit sogenannten Wassertaschen ausgerüstet, in denen ein Wärmetauscher steckt. Durch diesen zirkuliert Heizungswasser. Das Pelletsfeuer erhitzt das Wasser, und angeschlossen an das Heiz- und Warmwassersystem erwärmt der Ofen weitere Räume im Haus und auch das Brauchwasser.
In modernem Design mit Glas-Dekor präsentiert sich dieser neuartige Pellets-Primärofen-Kessel
Foto: wodtke GmbH
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Ein separater Keller- oder Heizungsraum wird für diese Art der Heizung nicht benötigt. Vor allem in sanierten Gebäuden, die dem Standard eines Niedrigenergiehauses entsprechen, reicht der Pelletsofen als Heizgerät aus – ebenso in neu gebauten Passivhäusern.
Mit Solaranlage kombinieren
Die Hersteller bieten Pelletsöfen an, die zwischen 60 und 95 % ihrer Leistung zum Aufwärmen des Wassers einsetzen. Den Rest strahlt der Ofen als Abwärme ab. Weil er das auch im Sommer macht, bietet sich die Kombination mit einer Solaranlage an. Deren Flach- oder Röhrenkollektoren heizen im Sommer das Trinkwasser auf und unterstützen den Pelletsofen im Frühjahr und Herbst beim Heizen. Sowohl Pelletsofen als auch Solaranlage liefern ihre Energie dann in einen Pufferspeicher.
Förderungen möglich
Staatliche Fördergelder aus dem „Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien“ des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gibt es – außer für größere Pelletskessel – auch für Pelletsöfen. Für Pellets-öfen mit Wassertasche beträgt der Mindestfördersatz 1000 Euro. Seit 1. Juli 2009 gibt es für luftgeführte Pelletsöfen von 5 bis 100 kW pauschal 500 Euro Fördergeld – grundsätzlich allerdings höchstens 20 % der Nettoinvestitionskosten.
Die Kombination mit einer Solaranlage wird zusätzlich gefördert. Die Fachmesse „Interpellets 2009“ bietet Auskunft zu finanziellen Fördermöglichkeiten, Beratung zu Pelletsöfen und -kesseln in allen Leistungsklassen in Kombination mit Solaranlagen sowie einen breiten Überblick über die Pelletsbranche.
Weitere Informationen
Solar Promotion GmbH
Tel. 0 72 31/58 59 8-0
www.interpellets.de
Literaturtipp
„
Selbst Öfen und Kamine bauen“.
In der Reihe „
Heimwerken leicht & schnell“.
64 Seiten. Preis 4,95 Euro. Compact Verlag, München. ISBN 978-3-8174-6443-2.
Welche Ofenarten gibt es und wie heizen sie? Was muss man bei der Planung eines Ofens oder Kamins beachten? Welche Materialien eignen sich für den Bau? Welche gesetzlichen Vorschriften gibt es? Diese und viele weitere Fragen werden in dem Ratgeber ausführlich beantwortet und mit zahlreichen Abbildungen anschaulich erklärt.
Bezugsquellen
- MSE Energiesysteme GmbH & Co. KG Ökofen-Vertrieb, Tel. 0 89/12 73 77-33, E-Mail: scheuer@oekofen.de
- RIKA Innovative Ofentechnik GmbH (Österreich), Tel. 00 43/75 82/6 86-41, www.rika.at
- wodtke GmbH, Tel. 0 70 71/70 03-0, www.wodtke.com
- Informationen zu Fördermitteln
- Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Tel. 0 61 96/9 08-6 25, www.bafa.de
- Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Tel. 0 18 01/33 55 77 (3,9 Cent/Min. aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, Preise aus Mobilfunknetzen können abweichen)www.kfw.de, www.kfw-foerderbank.de
- Fördermittelauskunft im Internet www.foerderdata.de