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Holz im Garten pflegen und schützen


Familienaktion: Vielleicht hat ja der Sohnemann Lust, Papa beim Streichen des Zaunes zu helfen<br />
Foto: Bondex
Familienaktion: Vielleicht hat ja der Sohnemann Lust, Papa beim Streichen des Zaunes zu helfen
Foto: Bondex
Es gibt viele Möglichkeiten, Garten und Terrasse dekorativ zu gestalten und dabei praktisch einzurichten. Bei der Auswahl der Materialien spielt Holz meistens eine zentrale Rolle und begegnet uns in Form von edlen Teakmöbeln, rustikalen Jägerzäunen oder auch als clevere Gartenbar.

Grundsätzlich müssen Holzober-flächen im Außenbereich ganzjährig Schwerstarbeit leisten. Witterungseinflüsse wie Sonne, Wind und Regen greifen das emp­findliche Material an und können zu porösen, unregelmäßigen Stellen und sogar zu Schimmelflecken führen.

Damit die natürliche Schönheit und Struktur der Holzoberflächen dauerhaft erhalten bleiben, ist ab und zu ein kleines Pflegeprogramm nötig: Vor einem neuen Anstrich sollten rissige und aufgeplatzte Farbschichten sorgfältig mit Schleifpapier oder einem Schleifgerät entfernt werden. Dann erst kann die Gartenbank oder das Garagentor erneut lackiert bzw. lasiert werden.
Wichtig bei der Behandlung von Hölzern im Garten sind eine entsprechende Holzschutz-Grundierung, die Verwendung hochwertiger Lacke und Lasuren für den Außenbereich sowie geeignete Pinsel.

Wetterschutz für Outdoor-Hölzer
Vor dem ersten Lasieren oder Lackieren sollten alle neuen Holz-elemente mit einem speziellen transparenten Holzgrund gestri-chen werden, um Bläue, Fäulnis und Pilzbefall zu vermeiden. Ex-perten empfehlen, maßhaltige Holzteile wie Türen und Fenster alle zwei Jahre je nach Vorliebe mit einer Dickschichtlasur oder einem deckenden Acrylbuntlack neu zu streichen.
Nicht maßhaltiges Holz bedarf sogar jährlich einer hochwerti­gen Dünnschicht-Lasur.

Holz-Sicht­schutz und Balkongeländer bestehen meist aus kesseldruckim­prägniertem Holz. Auch hier ist eine regelmäßige Pflege mit einer Dünnschicht-Wetterschutz-Lasur ratsam.

Durch dick und dünn: die richtige Lasur
Dickschichtlasuren bilden ähnlich wie Lacke auf der Holzoberfläche einen gleichmäßigen, geschlossenen Film. Sie werden be­vorzugt auf maßhaltigen Bauteilen wie Fenstern und Türen eingesetzt.

Dünnschichtlasuren bilden einen offenporigen Anstrich, der die Holzstruktur besonders betont. Sie sind nur schwach filmbildend und eignen sich für die Bearbeitung von nicht maßhaltigen Bauteilen wie Zäunen oder Pergolen. Dünnschicht-Lasuren blättern praktisch nicht ab. Daher kann das Holz ohne größeren Auf­wand nachbehandelt werden.

Hightech-Lasuren
Eine neue schadstoffarme Holzschutz-Lasur mit Teflon verbindet die Vorteile von Dünnschicht- und Dickschicht-Lasuren. Der Zusatz von Teflon bewirkt, dass Wasser einfach von der behandelten Ober­fläche abperlt. Daher trocknet das Holz schneller und bleibt vor Nässe, Fäulnis und Pilzbefall geschützt.

Gleichzeitig ermöglicht die Lasur eine hohe Wasserdampfdiffusion von innen. Die Beschichtung ist somit länger haltbar und weist nur minimale Quell- und Schwind­bewegungen auf. Später kann sie problemlos überarbeitet werden, da die Lasur silikon- und wachsfrei ist. Wichtig: Dank des integrierten Holzschutzgrundes entfällt bei der Verarbeitung ein vor­heriger Grundierungsanstrich.

Die Pinselfrage
Dickschichtlasuren werden bevorzugt bei der Behandlung von maßhaltigen Bauteilen wie Fenstern und Türen eingesetzt<br />
Foto: Paint Quality Institute, www.farbqualitaet.de
Dickschichtlasuren werden bevorzugt bei der Behandlung von maßhaltigen Bauteilen wie Fenstern und Türen eingesetzt
Foto: Paint Quality Institute, www.farbqualitaet.de
Welcher Pinsel für den Anstrich geeignet ist, hängt von der verwendeten Lasur oder dem Lack ab. Bei wasserlöslichen Produk­ten sind Synthetikborsten vorzuziehen, da Naturmaterialien dazu neigen, Wasser aufzusaugen und dann ihre Form zu verlieren. Naturborsten eignen sich hingegen für Anstrichmittel auf Kunstharzbasis und für Farben, die Alkohol, Farb- oder Lackverdünnung enthalten.

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