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Föhrenwald Föhrenwald 1956 Memeler Straße New York Straße  Rupertstraße

Die 1937 in den Isarauen gebaute Mustersiedlung Föhrenwald hat eine wechselvolle Geschichte: In den Jahren 1940-45 diente die geschlossene Siedlung als Lager für die Arbeiter der Pulver- und Munitionsfabriken in Geretsried. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Föhrenwald unter amerikanischer Militäraufsicht ein Auffanglager für displaced persons, heimatlose Ausländer. Bis in die Mitte der fünfziger Jahre lebten dort europäische, meist polnische Juden, Überlebende des Holocausts, die auf eine Ausreise nach Israel oder Amerika hofften. Ab 1955 zogen in Föhrenwald neue, erstmals freiwillige Bewohner ein, kinderreiche Familien und Heimatvertriebene, die sich Siedler nennen.

 

 


 

 

Föhrenwald Ein Hörspiel über so genannte displaced persons

Hörspiel Hörprobe.

Hörspiel als mp3 download

Hörspiel in englischer Fassung.

Michaela Melian: Föhrenwald. Eine Buchbesprechung Von Christian Werthschulte

Zum nachlesen Axel Doßmann im Gespräch mit Michaela Melián
über die Geschichte einer Siedlung (Förenwald) aus der Perspektive der Kunst, Teil 1 und Teil 2
Weiter führende Links.
Das Projekt Föhrenwald
Instalation Föhrenwald


 

 

 

Am 24.06.1956 beantragte das Siedlungswerk die Umbenennung der Bezeichnung Föhrenwald in den Ortsnamen Waldram.

Der Name ist zurückzuführen auf den Grundherrn von Münsing. Dieser hatte zusammen mit seinen Brüdern Landfried und Eliland im Jahre 747 das Kloster Benediktbeuern gegründet, dem er als Abt vorstand.

Mit Urkunde der Regierung von Oberbayern vom 07.November 1957 wurde dem Ort der Name Waldram verliehen.

Nichts erinnert mehr an die Zeit nach 1945 - nur die Form der Dächer: Aus tristen grauen Häusern wurden helle freundliche Eigenheime.

 


 

Zum Sonderachiv die Föhrenwald-Siedlung

Wenn sie an der Geschichte Föhrenwalds interessiert sind dürfen wir Sie auf das Archivportal des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen, mit dem eigenem Sonderarchiv Die Föhrenwald-Siedlung, verweisen.


Der Historische Verein Wolfratshausen hat ein spezielle Seite über Föhrenwald-Waldram eingerichtet









wollen das denkwürdige Gebäude am Kolpingplatz retten, darin einen Ort der Erinnerung und Begegnung schaffen, um unsere jüngste Geschichte attraktiv und zeitgemäß zu dokumentieren – für die Bürger der Region und beispielgebend über die Region hinaus.


Weiter Informationen über Föhrenwald finden Sie in der Holocaust Encyclopedia
des Zur Holocaust Encyclopedia "Föhrenwald" Die Seite ist in Englich verfasst.

 


 

Waldram erinnert sich.

 


Nur wenig erinnert heute im beschaulichen Waldram, einer Wohngegend, die sich gerade bei jungen Familien immer größerer Beliebtheit erfreut, an die bewegte Vergangenheit. Sichtbares Zeichen der Geschichte ist ein kreisförmiges Denkmal, geschaffen von Ernst Grünwald, das seit 1998 auf dem Prälat-Maier-Platz zu finden ist. Seine Inschrift soll ein Beitrag dazu sein,dass die Ursprünge des Ortsteils auch bei der neuen Generation, die Krieg, Vertreibung und mühsamen Neubeginn nicht selbst miterleben musste, nicht in Vergessenheit gerät: „Ab 1940 als Arbeiterlager Föhrenwald im Dienst von Krieg und Vernichtung gebaut, ab 1945 als DP-Lager Föhrenwald und ab 1951 als Regierungslager Föhrenwald Ort neuer Hoffnung und Tor zum Frieden für Überlebende des Holocaust, ab 1957 als Siedlung Waldram Heimat für Heimatlose, Kinderreiche und Kriegsopfer.
Andreas Steppan

Auszug aus Festschrift 50 Jahre Waldram

Zusätzlich erinnert seit 2010, am Ortseingang eine Gedenktafel an die Geschichte Föhrenwalds

auf Ihr steht geschrieben.

Föhrenwald im heutigen Wolfratshauser Ortsteil Waldram.


Föhrenwald wurde 1939 als nationalsozialistische Mustersiedlung gebaut und während des Zweiten Weltkrieges als Lager für sog. „Dienstverpflichtete und Zwangsarbeiter der Munitionsfabriken Geretsried genutzt. Bis zu 5000 Männer und Frauen aus 16 Ländern lebten in 302 Wohneinheiten und wurden täglich mit der kleinen Bahn zur Arbeit gebracht.
Nach 1945 wurde Föhrenwald - zunächst unter amerikanischer Führung - in ein Lager für „Displaced Persons (DPs) umgewandelt, in dem Überlebende des Holocaust, v. a. aus Konzentrationslagern, und später Vertriebene aus Sowjetgebieten untergebracht waren.
In den folgenden Jahren entstand hier ein vielfältiges jüdisches Schtetl-Leben mit mehreren Synagogen, Schulen, einem Berufsbildungszentrum, eigener Zeitung, Theater- und Sportgruppen, Kino und Krankenhaus. Alle Einrichtungen wur¬den von den jüdischen Bewohnern selbst organisiert und verwaltet. Gesprochen wurde meist Jiddich.

Zeitweise wohnten im umzäunten Lager bis zu 6000 Menschen auf engstem Raum in der Hoffnung, nach Israel oder in andere Länder ausreisen zu können.

Nach der offiziellen Auflösung des DP-Lagers 1956 übernahm das Katholische Siedlungswerk die Häuser von Föhrenwald und begann mit den Umbauarbeiten. Die letzten jüdischen Familien verließen 1957 den Ort, während nach und nach heimatvertriebene, meist kinderreiche Familien hier ansässig wurden.
Jede der drei Siedlungsphasen hatte ihre eigene Straßenbenennung (siehe Übersichtsplan).
Ende 1957 wurde das ehemalige Regierungslager .Föhrenwald nach einem Benedikibeurer Gründungsabt in Waldram umbenannt. Seitdem hat sich das Ortsbild stark verändert, einige wenige Hauser erinnern noch in ihrer ursprünglichen Gestalt an die bewegte Geschichte Waldrams.


Viele Waldramer Siedler tragen auch mit dem liebevollem Erhalt und der Pflege ihres Eigenheims zur Erinnerung an die Geschichte Föhrenwalds indirekt mit bei. Sicher hat sich durch Renovierung und Ausbau manches Haus in seinem Äußeren etwas verändert, aber die ursprünglichen Strukturen der alten Bausubstanzen wurden erhalten und sind weiterhin gut erkennbar. Leider wurden (oder mussten) in der Vergangenheit einige wichtige Gebäude wie die LP Station, das Bahnhofsgebäude, Gebäude der Verwaltung, das Krankenhaus der Spitzhacke geopfert werden.
Die Siedlungsgemeinschaft ist bemüht darauf einzuwirken das hier keine weiteren unwiederbringlichen Gebäudeabrisse erfolgen. Dies gilt im besondern dem geplanten Abriss des Bade-Hauses am Kolpingplatz. Dieses Haus gilt es zu erhalten, da dieser Platz durch den Abriss dieses Hauses, (und den bereit getätigten Abriss des Verwaltungsgebäudes) sicher seinen ursprünglichen Charakter verlieren dürfte.


Ein Tipp für Interessierte an Neuen Formen des Erinnerns und Gedenkens“.

Das Projekt Memory Loops, von Michaela Melián, als Hörspiel des Jahres 2010 ausgezeichnet; basiert auf 300 Tonspuren zu Orten des NS-Terrors in München 1933-1945. Michaela Melián entwickelte aus historischer und aktueller Originaltöne von NS Opfern und Zeitzeugen, Collagen aus Stimmen und Musik, die mit der Topographie des Nationalsozialismus in München verknüpft sind. Das Hörspiele gibt es auch in einer englischen Fassung.


 

Artikel der Süddeutschen Zeitung Nr. 246 vom Freitag, den 28.Oktober 2005:

Wir waren arm, aber wir waren frei

 

Das Leben der Geschundenen

Vor 60 Jahren wurde in Wolfratshausen ein Lager für Juden errichtet, die den Holocaust überstanden.

 


 

 

Wir möchten Sie zum Schmökern in Zeitungsartikeln, zu unseren 25. und 40. jährigen Vereinsjubiläen oder in Artikeln über die Vorstandschaften und Mitglieder der SGW, einladen.

Zum Lesen gehen Sie bitte auf die unten stehenden Download-Links im pdf-Format.

Berichte zu unserem 50. jährigem Vereinsjubiläum finden Sie hier...

 


 

 

 

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