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Tipps zur Anlage eines Gartens /
Tipps zur Anlage eines Garten
Gärten brauchen Zeit zu ihrer vollen Entfaltung. Gestaltungsfragen, Gartennutzungsarten, Grundstücksgröße und -zuschnitt, Hangneigung des Grundstücks, Bodenverhältnisse, Pflanzenauswahl und -anordnung sowie Berücksichtigung der kleinklimatischen Verhältnisse sind von Anfang an in die Überlegungen einzubeziehen. Hinweise von Fachleuten (Landschaftsarchitekten, Fachberatern, Baumschulen und Gärtnereien) helfen Geld sparen und schützen vor unerwarteten Überraschungen.
Ganz gleich welche Gartentypen , familiengerechte-, naturnahe- oder pflegeleichte Gärten, Zier- oder Nutzgärten, im Vordergrund der Überlegungen stehen, beim Boden fängt alles an.
Das Wachstum der Pflanzen und deren Gesundheitszustand hängt unter anderem wesentlich von den Bodenverhältnissen ab. Der Boden kann im Nachhinein nur mühsam ausgetauscht werden, wenn gleichwohl eine ständige Bodenverbesserung erforderlich und sehr nützlich sein kann. Ob der vorhandene Boden in seiner Reaktion neutral, kalkreich oder säurehaltig ist und Nährstoffe für das Pflanzenwachstum ausreichend und in harmonischer Zusammensetzung vorhanden sind, stellen Bodenuntersuchungsinstitute fest und geben hierzu Beratungshinweise. Beispielsweise können Bodenproben, von mehreren Stellen im Garten entnommen, und an die Bayerische Hauptversuchsanstalt Weihenstephan, 85354 Freising, zur Untersuchung eingeschickt werden. Hierzu ist der Spätherbst die beste Jahreszeit.
Bodenverbesserungen sollten, basierend auf diesen Ergebnissen, vor der Anpflanzung vorgenommen werden. Dabei sind pflanzenspezifische Bedürfnisse zu berücksichtigen, gleichwohl die meisten Pflanzenarten in neutralen, mittelschweren und gut durchlüfteten Böden am besten wachsen. Moorbeetpflanzen, Rhododendron , Azaleen und Heidekrautpflanzen benötigen allerdings säurehaltige Böden. Rasenflächen dagegen entwickeln sich am besten in leichter und wasserdurchlässiger Erde.
Die besten Pflanzzeiten sind die Herbst- und Frühjahrsmonate. In Baumschulen und Gärtnereien werden zunehmend mehr Pflanzen in Containern (Pflanzgefäßen) angeboten. Diese Gewächse können während der ganzen Vegetationsperiode gepflanzt werden. Beim Einkauf ist auf gesunde und wüchsige Pflanzware mit arttypischem Aussehen und gut ausgebildetem Wurzelwerk zu achten.
Beim Einpflanzen sollten die Gewächse nicht höher und tiefer zu stehen kommen als vorher in der Baumschule, erkennbar an der Rindenverfärbung. Bei baumartigen Gehölzen kommt der Baumpfahl, um Abschürfungen zu vermeiden, auf die Wetterseite zu stehen und wird dort vor dem Pflanzvorgang geschlagen.
Pflanzabstände sind so zu wählen, dass sich die Gewächse arteigen ungehindert entwickeln können. Bei grenznahen Pflanzungen ist, um später Ärger mit Nachbarn zu vermeiden, auf die vorgeschriebenen
Grenzabstände zu achten.